Franz&Sue: Operation Schwarzenberg

Kardinal Schwarzenberg Klinikum, Salzburg mit Maurer & Partner, Wettbewerbsgewinn

Es ist das Herzstück des Kardinal Schwarzenberg Klinikums, an dem wir im laufenden Betrieb laborieren werden. In den kommenden Jahren entsteht auf einem topografisch schwierigen Gelände ein passgenauer Neubau, der auf einzigartige Weise Therapie und Diagnostik verbindet. Auf sieben Ebenen bietet der kompakte Zubau etwa Platz für Operationssäle, Intensivstation, Apotheke, Pathologie und eine Psychiatrie. Diese befindet sich in den obersten beiden Geschoßen und öffnet sich zu einem lichtdurchfluteten Therapiegarten – eine Ruheoase mit Blick auf Himmel und Gebirgszüge.

Kardinal Schwarzenberg Klinikum Neubau

Projektdaten:

  • Auftraggeber: Kardinal Schwarzenberg Klinikum

  • Realisierung: 2023-2026

  • BGF: 12.370 m²

  • Baukosten: 56,4 Mio. €

  • Auftragsumfang: Architekturplanung

  • Ort: Schwarzach, Salzburg

  • Status: In Bearbeitung

  • Auszeichnungen: Wettbewerbsgewinn

Offener Blick auf Berggipfel

Über viele Jahre ist das Ordensspital der Barmherzigen Schwestern in Schwarzach gewachsen. Als zweitgrößtes Klinikum Salzburgs benötigt es nun Platz für modernisierte Operationssäle, eine neue Holdingarea (Aufwachbereich), aber auch für eine zeitgemäße und naturnahe Konzeption der psychiatrischen Abteilung. Gemeinsam mit Maurer & Partner realisieren wir auf dem Areal des ehemaligen Kinderspitals einen kompakten Zubau, der den vielen unterschiedlichen Anforderungen des Klinikalltags gerecht wird. Der punktförmige Baukörper beherbergt in den Untergeschoßen Technik und Personalumkleiden, im ersten Stockwerk sind die OP-Säle mit Verbindung zum Bestand, wo sich in kurzer Distanz die anästhesiologische Intensivstation befindet. Darüber stapeln sich die klinische Diagnostik und die Apotheke sowie die Psychiatrie, deren Räume ringförmig angeordnet sind. Durch den so geschaffenen Atriumhof erhalten die PatientInnen eine naturnahe, geschützte Atmosphäre, in der sie Gemeinschaft erleben können. Die Zimmer orientieren sich nach außen und garantieren so den offenen Blick über die Berglandschaft.

Angenehmes Raumklima für Genesung

Weniger Krankenhausflair, mehr Wohlfühlcharakter. Auf den Bettenstationen der psychiatrischen Abteilung setzen wir viel Holz ein, das – laut einer wissenschaftlichen Studie der Universität Graz – eine beruhigende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System hat. Damit die PatientInnen auch im Liegen eine gute Aussicht haben, planen wir ein niedriges Parapet. Die Sitznische am Fenster sorgt für zusätzliche Gemütlichkeit. Die Kästen dienen nicht nur als Stauraum, sondern auch als Sichtschutz im Doppelzimmer.

Gebot der Schnelligkeit

Verbindungsgänge und Brücken in den unterschiedlichen Etagen binden den Neubau bestmöglich an den Bestand an und ermöglichen dem medizinischen Personal kurze Wege. Durch OP-Bereich und Intensivstation auf einem Niveau profitieren auch die PatientInnen in einem Notfall von der durchdachten Planung.

»Der Fokus des Siegerkonzepts liegt auf personal- und patientenorientierten Abläufen im Krankenhaus, Anbindung an den Bestand des Klinikums, Licht und Atmosphäre, Einbettung in Ortsbild und Landschaft sowie Ausbaufähigkeit bei Bedarf.«

Cornelia Lindner, Klinikum-Geschäftsführerin

Schiefe Optik

Um ästhetisch zum Klinikum-Ensemble und der Landschaft zu passen und nicht zu wuchtig zu werden, nutzen wir beim Neubau die Hanglage des Grundstücks. Beim separaten Eingangsbereich der Psychiatrie blicken die BesucherInnen nicht auf einen Gebäudekoloss, sondern auf ein vierstöckiges, für die ländliche Umgebung übliches Bauwerk. Die restlichen drei Geschoße verschwinden im Hang und sind nur von der Klinikseite aus wahrnehmbar.

Auch die Fassade des Neubaus orientiert sich an der Umgebung; weiße Fassaden gliedern sich in die Formensprache der Bestandsobjekte ein, die dezenten Farbakzente bei den Fenstern greifen das Rot der angrenzenden Kirche auf.

ARGE Franz&Sue Maurer & Partner

Mehr erfahren über: